Neue Studie: Regionales Saatgut ermöglicht, die Pflanzenvielfalt in Wiesen erfolgreich wiederherzustellen Neue Studie: Regionales Saatgut ermöglicht, die Pflanzenvielfalt in Wiesen erfolgreich wiederherzustellen

Neue Studie: Regionales Saatgut ermöglicht, die Pflanzenvielfalt in Wiesen erfolgreich wiederherzustellen

Eine Studie zeigt, dass die Einsaat von regionalem Saatgut und Heu aus artenreichen Wiesen die Biodiversität in Wiesen signifikant erhöhen kann, stabiler als Vermehrungssaatgut.

Um die Artenvielfalt von Wiesen zu erhöhen, reicht eine extensive Bewirtschaftung meist nicht aus. Denn die verschwundenen Pflanzenarten wandern nicht von selbst ein, wenn sie in der näheren Umgebung nicht mehr vorhanden sind. Sie müssen deshalb über artenreiches Saatgut aktiv eingebracht werden. 

Eine neue Studie der Universität Bern, an welcher Daniel Slodowicz von HoloSem beteiligt war, zeigt, dass sich mit der Einsaat von regionalem Saatgut oder der Übertragung von Heu aus artenreichen Wiesen die Biodiversität erfolgreich und nachhaltig zumindest teilweise wiederherstellen lässt. Nach vier Jahren konnte bei rund 90% der Flächen die botanische Qualitätsstufe II, das heisst mindestens 6 Qualitäts-Indikatorarten, erreicht werden. Die Anzahl dieser Arten hat sich durch die Ansaaten gegenüber dem Ausgangszustand verdoppelt bis verdreifacht. 

Wiesen, die mit Saatgut aus Spenderwiesen – entweder in Form von Heu oder als Heudrusch -wiederhergestellt wurden, zeigten zudem eine höhere Stabilität als Ansaaten mit Vermehrungssaatgut. Dies wahrscheinlich deshalb, weil die Arten aus Spenderflächen in der Nähe genetisch besser an die standortspezifischen Umweltbedingungen angepasst waren.

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